Kreative Techniken um schnell zu neuen Ideen zu kommen

Wie man Brainstorming trainiert und so kreative Ideen schnell entwickelt

von Caro in April

Es besteht mehr Nachfrage an Kreativität als je zuvor. In einer Welt, in der einfache Tätigkeiten vermehrt durch Roboter und künstliche Intelligenz übernommen werden, sind es die kreativen Aufgaben, welche bestehen bleiben. Präsentationen erstellen, Produkte entwickeln, Marketing-Pläne verfassen und Sales-Pitches formulieren – das sind nur einige, der vielen kreativen Prozesse, welche es notwendig machen, schnell neue Ideen zu erfassen. Allerdings funktioniert Kreativität nicht mechanisch. In manchen Momentan ist es einfach schwer, kreativ zu sein.


Doch mit den richtigen Kreativitätstechniken ist es selbst unter Druck möglich, innovative Konzepte produktiv zu erstellen.


Brainstorming


Unter den klassischen Methoden der kreativen Arbeit hat das Brainstorming ohne Frage einen Spitzenplatz. Ob alleine oder in der Gruppe – am Anfang jedes kreativen Prozesses steht die Aufgabe, zahlreiche Ideen zu generieren. Mögen Sie auch noch so abstrus sein – hier gibt es keine Einschränkungen. Mit Mind Mapping können Ideen-Cluster dann noch besser klassifiziert und erweitert werden. Die ursprüngliche Idee wird dabei um ähnliche Lösungen ergänzt. Es geht dabei noch immer darum, erste Eindrücke zu sammeln, ohne deren Machbarkeit zu bewerten. Ähnlich ist es auch bei der Meta-Plan-Technik, welche speziell für Gruppen-Brainstorming geeignet ist.


635 Methode


Ein interessantes Konzept ist die 635-Methode. Dabei arbeiten 6 Team-Mitglieder an 3 Ideen und wechseln diese alle 5 Minuten. Es ist also nur ein kleines Zeitfenster vorhanden, um Ideen zu formen. Umso abstrakter sind diese dann meistens. Jeder weitere Teilnehmer setzt die Ursprungsidee dann fort. Innerhalb einer kleinen Zeit können so 90 Ideen erstellt werden. Anschließend ist es dann an der Zeit, diese näher zu betrachten.


Brainwalking


Wissenshaftliche Studien der Stanford University (durchgeführt von Marily Oppezzo und Daniel L. Schwartz) haben gezeigt, dass kreative Ideen einfacher entstehen, wenn man sich dabei bewegt. Aus dieser Erkenntnis heraus ist das sogenannte Brainwalking entstanden. Dazu verteilt man White-Boards oder Flip-Charts im Raum und lässt seiner Kreativität freien Lauf. Die Umgebung sollte dabei kreativ, aber ruhig sein, sodass man sich auf das Wesentliche fokussieren kann.


Walt Disney Methode


Diese kreative Methode wurde nach dem amerikanischen Filmproduzenten bekannt, der für seine Kreativität auch noch Jahrzehnte nach seinem Tod verehrt wird. Bei seiner Arbeitsweise hat er dabei oftmals verschiedene Rollen eingenommen. In einem Rollenspiel sollen die Rollen des Träumers, des Realisten und des Kritikers verwendet werden. Wir kennen alle Kollegen, zu denen eine dieser Rolle optimal passt. Durch Zusammenarbeit der Teilnehmer entstehen so neue Muster. Das Potential liegt darin, durch disruptive Gedanken neue Prozesse zu erschaffen. 


Die Teilnehmer sind in diesem Rollenspiel aber nicht in einer Rolle gefangen, sondern übernehmen der Reihe nach die verschiedenen Charaktere. Der Träumer träumt von großen Visionen, während der Realist deren Durchführbarkeit überprüft. Der Kritiker sollte nicht allzu kritisch sein, sondern durch konstruktive Fragen und Feedback helfen, den Träumer zu realisierbaren Ideen zu bringen. Wenn sich die drei Charaktere schließlich einig sind, führt dies oftmals zu visionären, realistischen und geprüften Ideen.



Innovative Umgebung


Im gewohnten Umfeld kommen wir nur selten zu neuen Ideen. Innovation am Arbeitsplatz, in dem wir täglich eingespannt und von Emails verfolgt werden, ist daher nur schwer zu realisieren. Geistesblitze erreiche uns eher, wenn wir diese gewohnte Umgebung verlassen, um in neuen Umgebungen die oben erwähnten Techniken anzuwenden. Es hat viele Gründe, warum Unternehmen wie Google und viele Startups die Arbeitsumgebung kreativ und abwechslungsreich gestalten. Beim Tischtennis-Spielen und anderen, teils lustigen Ablenkungen ist es ebenso möglich, innovative Ideen zu entwickeln, wie beim Schlafen, Duschen oder dem berühmten Sonntagsspaziergang. Für all diejenigen, die also nicht in den kreativsten Büroräumen arbeiten, kann es hilfreich sein, den Schreibtisch für einige Stunden zu verlassen und bei einem kleinen Spaziergang durch die Natur oder die Innenstadt auf neue Ideen zu kommen. 


Kreativität lässt nicht nur selten erzwingen. Aber mit den erwähnten Methoden ist es leichter, auf die richtige Spur zu kommen. Kleinere, kreative Blockade können so überwunden werden. Umso kreativer man ist, desto kreativer wird auch die Umgebung mit der Zeit werden. Während uns Technologien helfen können unsere Aufgaben zu bewältigen, sind es wir Menschen, welche mit neuen Ideen die Welt weiterentwickeln können. Manchmal hilft es auch, seinen Lieblingssong bei einem Spaziergang um den See zu singen: https://www.youtube.com/watch?v=qREKP9oijWI


Image Source: ©unsplash.com/@alejandroescamilla



Autor: Caro Caro