Körpersprache – Die Grundlage erfolgreicher Präsentationen

Wie man selbstsicher auftritt und seinen Körper optimal einsetzt

von Philip in June

Wenn man schon mal vor fremden Publikum präsentiert hat, weiß man, dass es mehr als guten Inhalt benötigt um zu überzeugen. Tolle Theorien mit präzisen PowerPoint Folien werden nur wenigen ausrichten, wenn die Zuhörer aufgrund des einötigen Vortrages einschlafen. Neben einer klaren Aussprache und guten Präsentationstechniken ist es vor allem die Körpersprache, welche erfolgreiche Speaker ausmacht. Nur wenn man sich selbstsicher und authentisch auf der Bühne bewegt ist es möglich, die Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen. Besonders relevant ist dies, wenn man den Vortrag nützen will um Leads zu generieren. Auch Personen welche uns im Alltag meist total ausgeglichen erscheinen, haben bei Vorträgen gelegentlich Probleme damit, diese Ruhe zu bewahren.


Die eigene Haltung fokussieren


Ein paar Tipps können dabei helfen, sich im Bereich der Körpersprache nicht ganz hilflos anzustellen. Ein gelungener Auftritt ist viel einfacher, wenn man ohne Angst auf die Bühne gehen kann und weiß, dass man überzeugend auftreten wird. Mit Übungen vor dem Spiegeln, vor Kollegen und vor der Videokamera ist es leichter, sich seiner eigenen Fehler bewusst zu werden. Die Wichtigkeit einer soliden Körperhaltung kann dabei nur nochmal herausgehoben werden.


Ein aufrechter Stand ist der erste wichtige Punkt am Weg zur besseren Körperhaltung. Wer regelmäßig Sport macht und dadurch ein besseres Körpergefühl erlangt wird feststellen, dass sich ein solider Stand nicht nur auf die Körperhaltung, sondern auch auf die Aussprache, das Selbstbewusstsein und die Selbstwahrnehmung äußerst positiv auswirken kann. Die Schultern leicht zurück, den Kopf minimal anheben und schon sieht es aus, als hätte man Selbstvertrauen im großen Stil. Hierbei ist wichtig, dass sich die äußere Haltung auch tatsächlich auf das innere Gefühl auswirken kann. Wer in dieser Haltung mehrere Momente verbringt wird schnell feststellen, dass man sich Innen dem Äußeren anpasst.


Zu oft wird auch die Haltung der Hände vernachlässigt. In der Hosentasche haben diese bei einem Vortrag nichts zu suchen. Es sieht auch nicht gut aus, wenn man ständig damit herumwackelt, als wäre man am Vorabend zu lange weg gewesen. Eine solide Haltung ist auch hierbei wichtig. Ob vor oder neben dem Körper – man muss seinen persönlichen Favoriten finden. Die für Frau Merkel typische Haltung kann speziell für Einsteiger geeignet sein, um die eigenen Hände auf der Bühne in Griff zu bekommen. Ebenso ist es möglich, einen kleinen Stift zu halten und damit den Händen eine Beschäftigung zu geben. 


Sowohl bei der Körperhaltung als auch bei den Händen ist es wichtig, seinen eigenen Weg zu finden. Man muss sich im eigenen Körper dabei wohl fühlen und durch die Körperhaltung Selbstsicherheit gewinnen. Es bringt hingegen nur wenig, eine verkrampfte Haltung einzunehmen, welche man bei einem anderen Vortragenden gesehen hat. Seien Sie die Person, die Sie auch privat finden und probieren Sie vor Ihrem Spiegel aus, welche Position, Haltung und Bewegung sich für Sie am besten anfühlt. Hektische Bewegungen sollten vermieden werden. Nur allzu oft findet man im Vortrag seine eigene Haltung auf einmal lächerlich und beginnt, in kurzer Zeit verschiedene Posen auszuprobieren. Hierbei ist es hilfreich, sich im Vorfeld ein paar Alternativen anzueignen, auf die man schnell zurückgreifen kann. In jedem Fall ist es vorteilhaft, sich selbst etwas größer zu machen. Solange diese Haltung noch natürlich wirkt, wird sie sich auch auf das eigene Gemüt auswirken und Ihnen Selbstvertrauen geben.


In Bewegung bleiben


Sowohl aus Ihrer Sicht als auch aus der Sicht des Publikums ist Bewegung auf der Bühne positiv zu sehen. Sie können kleinere Schritte benützen, um das Adrenalin-Level und die Nervosität abzubauen. Für das Publikum wirkt es dadurch erfrischend und man kann seine Augen mit dem Präsentierenden mitbewegen. Dadurch wird das Gehirn positiv stimuliert. Starten Sie aber bitte keinen Marathon auf der Bühne – weniger ist mehr und ein paar kleinere Bewegungen reichen völlig aus.



Im Gegensatz dazu, sollte sich Ihr Kopf nicht übermäßig viel bewegen. Horizontal nach vorne gerichtet, fokussiert sich dieser am besten auf das Publikum. Ziehen Sie diese in Ihren Bahn, in dem Sie Augenkontakt herstellen. Dabei ist es wichtig, zum Publikum als Einheit zu blicken und nicht einzelne Personen über längere Zeit anzustarren. Das führt auf beiden Seiten zu Nervosität und Verwirrung. Blicken Sie abwechselnd an verschiedene Stellen im Saal und lassen Sie dabei niemanden aus. Hier kann der Blick entsprechend den Buchstaben M oder W durch die Reihen blicken. So stellt man sicher, von der ersten bis zur letzten Reihe alle Teilnehmer anzusprechen. Augenkontakt ist eines der hilfreichsten Mittel, um den Eindruck des Publikums während dem Vortrag abzulesen. Versuchen Sie zu verstehen, was sich Ihre Zuhörer gerade denken und passen Sie den Präsentationsstil an. Wichtig ist auch hierbei, sich nicht zu lange auf eine bestimmte Person zu fokussieren. Maximal ein paar Sekunden sollten Sie daher direkten Augenkontakt mit einer bestimmten Person halten. Finden Sie hingegen eine Person im Publikum, welche Sie bereits vor dem Vortrag näher kannten, kann dies ein wichtiger Bezugspunkt für Sie sein, der Ihnen Selbstvertrauen gibt.


Um Ihren Vortrag noch mehr Authentizität zu geben (und dadurch noch vertrauenswürdiger zu machen), müssen Sie sich nur eins merken: seien Sie natürlich! Das klingt einfach, ist man doch immer man selbst. Aber gerade auf der Bühne, vor so vielen fremden Menschen die einen alle ansehen, ist dies besonders schwer. Umso mehr Erfahrung man hat, umso einfacher wird es natürlich. Entspannen Sie sich und seien Sie versichert, dass dieser eine Vortrag nur in wenigen Fällen über die Zukunft Ihres Lebens entscheiden wird. Sie sind dann am besten, wenn Sie authentisch wahrgenommen werden. Die wichtigste Regel zum Thema Körpersprache ist es daher, professionell aber dennoch natürlich rüberzukommen. So ist sichergestellt, dass Ihr Publikum Sie als Person wahrnimmt und ein sympathisches Klima herrscht.



Autor: Philip Beamium icon