7 Dinge die man in einer Präsentation vermeiden sollte

Was man in Präsentation tun und nicht tun sollte

von Caro in March


Präsentationen gehören zum wichtigen Skills-Set in vielen Bereichen – egal, ob man im internen Meeting vor Kollegen, im Sales Call vor Kunden oder vor einer breiteren Öffentlichkeit im Rahmen von Events aktiv ist. Nichtsdestotrotz, machen selbst erfahrene Referenten einige Fehler, welche man einfach vermeiden kann. Ein charismatischer Vortrag, mit perfekter Rhetorik und einem interessanten Thema sind dabei natürlich die Idealvoraussetzungen. Oft reicht es für eine erfolgreiche Präsentation jedoch, sich diesen zu nähern. Aber wenn die Präsentation nur auf der Persönlichkeit des Präsentierenden alleine aufbaut, und nicht durch visuelle Elemente wie PowerPoint Folien oder Zeichnungen unterstützt wird, wird es für das Publikum spätestens bei dem zweiten Vortrag desselben Referenten eintönig. Die Präsentationsfolien sollten dabei helfen, den Verlauf des Vortrages nachvollziehen zu können und inhaltlich einen klaren roten Faden repräsentieren. Leider ist oftmals das Gegenteil der Fall. Diese Fehler sollten deshalb jedenfalls vermieden werden:


1. Wort-für-Wort präsentieren


Wie schaffe ich es, dass mein Publikum einschläft? Am besten, indem man Wort für Wort vom Bildschirm abliest. Niemand möchte einer Präsentation zuhören, in der der Folieninhalt wiedergegeben wird. Man kann doch schließlich selbst lesen. Speziell im Bildungsbereich kommt dies leider trotzdem zu häufig vor. Es ist nicht nur eine Zeitverschwendung, sondern auch unhöflich gegenüber dem Publikum. Dieses erwartet einen spannenden Vortrag, hat sich extra Zeit dafür genommen und wird am Ende durch das Ablesen von Aufzählungspunkten enttäuscht. Natürlich ist so ein Vortrag eintönig und frustriert die Zuhörer. Daher sollte man flüssig sprechen und die Folien als Hilfestellung ansehen, um den roten Faden nicht zu verlieren. Diese sind jedoch kein Buch und sollten daher nicht vorgelesen werden.


2. Die verkehrte Schriftart wählen 


Folien sind sehr wichtig für erfolgreiche Präsentationen. Es ist sinnlos, darüber zu diskutieren ob der Vortragende oder die Folien wichtiger sind. Diese treten miteinander auf und müssen zusammen das Publikum überzeugen. Ebenso wie die richtige Kleiderwahl für den Referenten elementar ist, ist es auch die Wahl einer geeigneten Schriftart für die Folien. Comic Sans ist nur in seltenen Fällen dafür geeignet. Es gibt Schriftarten, welche eher für Dokumente geeignet sind und andere, welche bei Präsentationen vorteilhaft sind. Eine besondere Schriftart, welche Ihnen besonders gut gefällt, sollte eher für die nächste Glückwunschkarte verwendet werden. Vertrauen Sie bei Präsentationen auf bekannte, empfohlene Schriftarten. Ebenso sollte die Schriftgröße groß genug sein, um die Folien gut lesen zu können.


3. Überfülle Folien


Beim Erstellen der Präsentation hat man hundert Ideen im Kopf und so viele Informationen gelesen, die man unbedingt mit den Zuhörern teilen möchte. Mehr ist doch immer besser, oder? Sicherlich nicht, wenn es um PowerPoint Folien geht. Die Präsentation ist nur Unterstützung Ihres Vortrages und keine abschließende Abhandlung darüber. Zu viele Texte, zu viele Details und überladene Grafiken führen dazu, dass die Folien meist ganz vom Publikum ignoriert werden. Weniger ist mehr – fokussieren Sie sich auf die wichtigsten Punkte und ersetzen Sie detaillierte Beschreibungen durch aussagekräftige, visuelle Elemente. Es ist kein Problem, einmal eine etwas vollere Folie zu integrieren. Gerade bei Zitaten lässt sich dies oftmals nicht umgehen. Aber dies sollte sich nicht durch die ganze Präsentation hindurchziehen. Fokussiere Sie sich auf die wichtigsten Punkte. Die Folien sollen eine klare Botschaft zeigen, für deren Erläuterungen dann Sie als Referent zuständig sind.


4. Komplizierte Statistiken


Zusammengefasste Statistiken und Grafiken können natürlich ein Thema besonders interessant machen. Nichts ist relevanter, als der Satz „Jüngste Forschungsergebnisse haben gezeigt…“. Dadurch symbolisieren Sie, dass es wissenschaftlich belegt ist und Ihr Thema gleichzeitig am Puls der Zeit ist. Aber umso detaillierter, desto weniger Erfolg werden Sie mit der Präsentation haben. Sich in der Kürze der Zeit auf Statistiken einzulassen ist nicht nur schwierig, sondern oft unerwünscht. Speziell dann, wenn man auf den Folien Grafiken sieht, welche nicht auf den ersten Blick verständlich sind. Natürlich kann man sich diese genauer ansehen – aber nur, wenn die Beschriftungen auch wirklich lesbar sind. Wenn eine komplizierte Grafik vereinfacht dargestellt wird, kann diese natürlich dennoch eingebunden werden. Sonst jedoch, sollten Sie zu detaillierte Statistiken vermeiden und stattdessen die wichtigsten Ergebnisse mit eigenen Worten zusammenfassen.


5. Effekte


Links fliegt ein Teil herein, von unten ein anderes – und plötzlich die Überraschung von oben. Was im Zirkus ganz lustig sein kann, löst bei Präsentationen oftmals Kopfschütteln aus. Die Zeiten, in denen visuelle Effekte in Folien modern waren, sind längst vorbei. Anfang der 2000er Jahre war es vielleicht noch lustig, einen besonderen PowerPoint-Effekt zu verwenden. Und dann kam Prezi, was beim ersten Einsatz ebenso faszinierende Blicke auslöste. Aber diese Zeiten sind vorbei. Zu oft hat an Effekte schon gesehen und sehnt sich mittlerweile nach professionellen Präsentationen, visuell schön gestaltet und trotzdem frei von Effekten.


6. Bilder mit schlechter Qualität


“Sie können es vielleicht nicht erkennen, aber dieses Bild zeigt…“ – wenn man es nicht erkennen kann, zeigen Sie es nicht. Visuelle Elemente – Infographiken, Bilder, Videos – sind tolle Instrumente, um Präsentationen aufregend zu machen. Schlecht eingescannte Bilder aus den 90er-Jahren zählen allerdings nicht dazu. Ebenso wie altmodische Word-Cliparts. Wichtig ist, dass die Bilder, welche verwendet werden, eine gute Qualität haben und trotzdem nicht zu groß sind, damit die Präsentationsdatei nicht übermäßig groß wird. Wichtig ist auch, Bilder zu verwenden, welche richtig zitiert sind oder lizenzfrei verwendet werden können. Es gibt heutzutage unzählige lizenzfreie Bilder, weshalb Sie im Zweifel ein solches verwenden sollten, um sich keine Sorgen um dessen Verbreitung machen zu müssen.


7. Präsentationen nicht mit dem Publikum teilen


Auch wenn man noch so gut präsentiert – einen bleibenden Eindruck kann man nur dann hinterlassen, wenn das Publikum auch im Nachgang nochmal die Gelegenheit hat, durch die Folien des Vortrages zu blättern. Die Präsentationsfolien dienen dazu primär dazu, sich den Vortrag später nochmal vor Augen zu führen, detaillierter anzusehen oder mit Kollegen zu teilen. In jedem Fall ist es sinnvoll, seine Folien dem Publikum zur Verfügung zu stellen. Beamium hilft Ihnen dabei: gleich während der Präsentation oder spätestens am Ende dieser kann das Publikum Ihre Folien herunterladen. Direkt über den Browser, von jedem Smartphone, Notebook oder Tablet. Das Teilen der Präsentation mit dem Publikum hat dabei viele Vorteile für Sie. Mit Beamium finden Sie heraus, wer das Dokument heruntergeladen hat, können Leads generieren und analysieren, welche Folien besonders gut angekommen sind. Speziell das Generieren von Leads ist ein wichtiges Argument, warum man seine Folien unbedingt verfügbar machen sollte.



Wenn Sie diese 7 Tipps beherzigen, vermeiden Sie schon mal einen großen Teil der häufigsten Fehler. Natürlich gibt es noch viele weitere Tipps, welche man sich vor Augen führen kann. Auch mag es sein, dass in manchen Kreisten beispielsweise detaillierte Statistiken dringend notwendig sind. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, hilft Ihnen diese Übersicht jedoch, Ihre Präsentationen zukünftig besser vorzubereiten.


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Autor: Caro Caro